Linke und Grüne verwenden in Deutschland, aber auch in Österreich ständig die Begrifflichkeit „Unsere Demokratie“ statt nur „Demokratie“. Ich habe mich stets gefragt, was hier das „unser“ bedeuten soll, es kann ja gerade bei Linken nicht auf Einheimische, das Volk, Westliche o.Ä. referieren. Niemand spricht auch von „unserem Rechtsstaat“, denn das wäre ja gleich diskriminierend gegenüber anderen Ländern. Woher also kommt das „unser”, woher kommt die Verbindung mit der Demokratie?
Die Pointe ist nun, dass ich denke, mit ziemlicher Sicherheit zeigen zu können, dass es sich um eine Kampfvokabel der DDR handelte, die unter anderem von Erich Honecker verwendet wurde. Zunächst weist der Google Books Ngram Viewer darauf hin, dass der Begriff fast passgenau im Zeitraum des Bestehens der DDR – zwischen 1949 und 1990 – am häufigsten auftrat:

Ein Kapitel „Unsere Demokratie“ findet sich in der Biografie „Aus meinem Leben“ von Erich Honecker aus dem Jahr 1980:


Eine Recherche mit Google Books zeigt schließlich, dass die Phrase „Unsere Demokratie“ als Schlagwort, als Bekenntnis gehäuft in marxistisch-kommunistischer Literatur der DDR zu finden ist. Die Rede war gerne von „unserer Demokratie der Werktätigen“ oder „unserer Demokratie der Arbeiter (und Bauern)“:


Die in jeglicher Hinsicht mit politischer Korrektheit gefütterte Google-KI bestätigt:

Das „Unsere“ in „unsere Demokratie“ meint also nicht die Demokratie von uns allen, die Demokratie westlicher Industriestaaten, die Demokratie der EU oder Ähnliches. Das „unsere“ verweist auf linkes Denken, also auf „uns Linke“, in seiner extremen oder oft nur unterschwelligen Ausprägung auf eine „Demokratie besseren Typs“, die nach der sozialistischen Revolution Wirklichkeit werden soll. Vorboten eines solchen Demokratieverständnisses erleben wir bereits tagtäglich:
- Rigide Corona-Maßnahmen
- Kostenbeteiligungen als ‚Bestrafung‘ Ungeimpfter
- Ideologisch gelenkter Staatsfunk
- Regierungstreue kommerzielle Medien
- Wunsch nach Verbot der Opposition
- Destabilisierung der Industrie
(Wird fortgesetzt)
Gab es in den DDR den Kampfbegriff: Schulterschluß der Demokraten?
GPT-4o mini
„Ja, der Kampfbegriff „Schulterschluss der Demokraten“ wurde in der DDR verwendet, um vielfältige politische Bewegungen und Initiativen zu fördern. Dieser Begriff sollte dazu dienen, demokratische Strömungen zusammenzuführen und eine breitere Unterstützung für sozialistische Werte zu mobilisieren.
Der Unterton war oft eine Aufforderung zur Einheit unter verschiedenen politischen Gruppierungen, um eine gemeinsame Plattform gegen die Westpolitik und für den Sozialismus zu schaffen. Diese Aussage zielte darauf ab, eine Front gegen die als reaktionär betrachteten Kräfte im Westen zu bilden und die Loyalität zur sozialistischen Ordnung in der DDR zu stärken.
Dieser Begriff spiegelt die Position der Staatsführung wider, die eine enge Kontrolle über politische Diskurse und Bewegungen aufrechtzuerhalten suchte.“
Der erste, der meiner Erinnerung nach diese Kampfformel verwendet hat, war Gerhard Schröder. Der versackte mit seiner Politik im Umfragetief und wurde mit dem unbekannten Phänomen von Gegendemos konfrontiert. Angela Merkel nutzte die Gelegenheit nicht, um selber nach der Macht zu greifen, sondern demontierte statt dessen die CDU, bis sie das Niveau der SPD erreicht hatte. Martin Hohmann (CDU) wurde das Opfer einen Schauprozesses.
In einer ARD Talkshow, das muß ich erwähnen, saßen die Vorderen von CDU bis Linkspartei (vielleicht auch „PDS“?). Pastor Peter Hintze (CDU) gab unvermittelt die Parole aus: Die EU ist alternativlos!
Das war wie eine öffentliche Vereidigung. Alle stimmten sie zu! Außer der AfD, die gab es da noch nicht.
Mit der „Alternativlosigkeit“ war die Blockpartei geschmiedet.
Auch die „Alternativlosigkeit“ hat eine Vergangenheit.
Danke für den geschätzten Beitrag!
Aufgefallen ist mir noch, dass der Gebrauch von „Demokratie“ (als Einzelwort) laut „Books Ngram Viewer“ zwischen 1967 und 2007 relativ konstant auf hohem Niveau zu sein scheint und ab 2008 ein massiver Einbruch stattfindet (das fällt – ob zufällig oder nicht – in die Legislaturperiode von Kabinett Merkel I).
Interessant schiene mir jetzt noch die Häufigkeiten von „Unsere Demokratie“ und „Demokratie“ (Letzteres als Einzelwort) in Bezug zu setzen (relative Häufigkeit von „Unsere Demokratie“ unter allen Fällen des Gebrauchs des Wortes „Demokratie“). Leider habe ich dafür jetzt keine Zeit.
Nachtrag: Man kann in „Google Books Ngram Viewer“ im Eingabefeld „Unsere Demokratie / Demokratie“ ein, um das von mir Angesprochene zu erhalten. (Das Ergebnis finde ich dann doch nicht so spektakulär, aber vielleicht sehen das Historiker anders.) Die Daten enden derzeit leider im Jahr 2022.
UNSERE DEMOKRATIE™ Marke DDR setzt sich eben durch:
Schon damals gab’s
– „UNSER sozialistisches Heimatland DDR“
– „UNSER sozialistisches Wohnungsbauprogramm“
– „UNSERE Hauptstadt der DDR, Berlin“ ➡️ dort u.a. zu besichtigen:
– „UNSER Palast der Republik“
– „UNSER Fernsehturm“
– „UNSER antifaschistischer Schutzwall“ (nur gaaanz böseböse Menschen sagten „Mauer“ dazu).
Geschützt wurde diese zahlreiche Unserei dann durch:
– „UNSERE Nationalen Volksarmee“
– „UNSERE Kampfgruppen der Arbeiterklasse“
– „UNSERE Volkspolizei“
– „UNSERE Grenztruppen“
– überhaupt von „UNSEREN Schutz- und Sicherheitsorganen“.
– Wer wider den Stachel löckte, bekam’s sofort mit „UNSERER sozialistischen Klassenjustiz“ zu tun.
Dafür „wählten“ wir auch gern auf Einheitslisten und per „Zettel falten“
– „UNSERE Kandidaten der Nationalen Front“.
Ähnlichkeiten mit heute sind rein zufällig … 🧐😳
Deshalb habe ich als Unwort des Jahres auch „unser“ vorgeschlagen. Die Wiederkehr des DDR-Sprechs frustriert mich zutiefst. Es ist die Wiederkehr des sozialistischen Kollektivismus
Ich gehe davon aus das “ Unsere Demokratie “ einfach irgendwo von einem Alt DDRler wieder mal gesagt wurde, ganz wie gewohnt und gedacht, aber ohne besondere Erwartung. Doch welch ein Glück für den Sozialismus, fiel dieses Samenkorn wohl auf einen gut vorbereitenden Gehirnacker eines anderen Parteigängers, der es gleich liebevoll hegte und pflegte bis das Korn zur Pflanze wurde und wieder Früchte trug. Diese erste neue Saat ging vermutlich zunächst nicht überall auf. Die “ Bodenbedingungen “ mussten stimmen. Hierfür schaffte der merkelsche Kultivator ( sozialistisches Ackergerät ) aber bereits eine gute Vorbereitung für die erfolgreiche Verbreitung, dies auch im Rahmen einer politischen Flurbereinigung namens “ Grosse Koalition “ Das der Begriff “ Unsere Demokratie “ nun sogar auf CDUeigenem Boden wächst und gedeiht, zeigt das dieser reinerbig, sozialistische Begriff, zur Bedrohung der politischen Vielfalt wird. “ Unsere Demokratie “ bedroht “ Demokratie „. Hilfe zwecks Gegenmassnahmen kann aktuell bei AFD Wählern erforscht werden, hier gibt es offensichtlich Resistenzen. Der AFD ler erkennt die Gefahr sofort. Auf seinem Acker tragen sozialistische Kampfbegriffe keine Früchte und gehen schnell ein.
“Modernesk Tueranei“ bedeutet “Moderne Tyrannei“
Der KI-gestützte Anagramm-Generator sagt: “Die ‘modernesk Tueranei‘ ist inhaltlich das genaue Gegenteil zu “Unsere Demokratie“ und beschreibt eine Art “moderne Tyrannei“ – immerhin ein sehr starkes Kontrastbild…“ — Und weiter: “Das Wortpaar ‘modernesk Tueranei‘ ist zwar eindeutig der deutschen Sprache zuzuordnen, aber keine existierende Phrase in der deutschen Standardsprache, sondern eine phonetische oder archaische Annäherung an deutsche Begriffe. Es lässt sich wie folgt einordnen: Sprachliche Herkunft: Es handelt sich um Deutsch, jedoch in einer veralteten, mundartlichen oder künstlich veränderten Schreibweise.
Bedeutung der Begriffe:
Tueranei: Dies ist eine ältere (barocke/frühneuhochdeutsche) oder lautmalerische Schreibweise für „Tyrannei“. Vor der Vereinheitlichung der Rechtschreibung wurde das griechische y oft als u, ue oder iu wiedergegeben. Die Schreibweise mit „u“ oder „ue“ statt „y“ war im 16. und 17. Jahrhundert (z. B. bei Martin Luther oder Hans Sachs) absolut üblich, da das „y“ als griechischer „Fremdkörper“ oft eingedeutscht wurde. Der Begriff „Tueran“ für Tyrann findet sich häufig in Schriften der Reformationszeit.
modernesk: Dies ist eine Adjektivbildung aus dem Wort „modern“ und der Nachsilbe „-esk“ (ähnlich wie in pikaresk oder kafkaesk). Es bedeutet „nach Art der Moderne“ oder „modern-artig“. Die moderne Wortschöpfung („modernesk“): Das Suffix -esk stammt ursprünglich aus dem Romanischen (italienisch -esco, französisch -esque) und wurde im Deutschen besonders im 19. und 20. Jahrhundert populär, um eine charakteristische, oft etwas verzerrte Wesensart zu beschreiben (z. B. grotesk).
Zusammengesetzt bedeutet es so viel wie „moderne Tyrannei“ oder „Tyrannei nach moderner Art“. Es klingt nach einem Begriff, der entweder aus einem barocken Text stammen könnte oder als bewusstes Wortspiel (Neologismus) geschaffen wurde, um eine aktuelle politische Situation kritisch zu beschreiben. In der Standardsprache von 2026 würde man schlicht „moderne Tyrannei“ sagen.
Mögliche Kontexte für diese Konstruktion:
Literarisches Pastiche: Ein Autor könnte diesen Begriff 2026 verwenden, um die Brücke zwischen einer „alten“ Form der Unterdrückung und „modernen“ Methoden (z. B. digitale Überwachung) zu schlagen. Es ist eine ironische Verfremdung.
Politisches Wortspiel: Da „modernesk Tueranei“ ein exaktes Anagramm zu „Unsere Demokratie“ ist, liegt der Verdacht nahe, dass dieser Begriff als kryptische Kritik oder Rätsel innerhalb einer politischen Debatte erschaffen wurde. Es fungiert als das „dunkle Spiegelbild“ zum positiven Begriff der Demokratie. Es ist also sehr wahrscheinlich ein Anagramm-Konstrukt, das die vermeintliche Modernität einer Herrschaftsform als veraltete Tyrannei entlarven soll.“
Ich denke, grüne und linke Parteibuch-Apparatschiks meinen mit „Unsere Demokratie“ eigentlich „Unsere Pfründe“.
Ein Großteil der Apparatschiks bestreitet, aufgrund lamentabler Ausbildungs- und Erwerbsbiografien, ihren Lebensunterhalt mit ihrem Parteibuch.
Ohne Parteibuch gäbe es keine lukrativen Sitze in Landtagen und im Bundestag oder in Ämtern, Behörden, NGOs und Stiftungen.
Ja, so habe ich den Begriff auch zunächst übersetzt: https://plagiatsgutachten.com/blog/glossar-linksgruner-kampfbegriffe/
Bis ich heute Nacht bemerkt habe, dass er eine Vorgeschichte in der DDR hat.
Joa, so schlecht finde ich die Beschreibung aber immer noch nicht. Wer sagt, dass die DDR-Politiker nicht wenigstens teilweise auch mehr an ihren Pfruenden als an allem anderen interessiert waren (schlichte Machtgeilheit mag es auch gegeben haben – Merkel wird das ja nachgesagt)? Es hatte ja (wie fast ueberall) schon seine materiellen Vorteile eine Parteikarriere zu machen.
…
Es ist arg schwierig mit dem Rechts/Links weil man dann nur einen Bogen hat auf dem man sich zu platzieren hat und auf dem Platz dann bei Meinung A auch Meinung B und C zu haben hat (oder eben auch nicht), selbst wenn A/B/C nichts miteinander zu tun haben… Das auch als Antwort auf Ihre Antwort auf meinen Kommentar weiter unten…
Man sollte sich, und ich bin der Empfehlung zugegeben auch nicht immer treu, mehr auf die Sache X konzentrieren und die Einteilung nach Rechts/Links oder Farbe anderen ueberlassen, die sowas brauchen wenn es keine wirklichen Argumente gibt und es aber noch nicht fuer die ultimative N-Keule reicht. Ich will das gar nicht weiter an einem Beispiel verdeutlichen weil das zu weit fuehren und obiges Thema verwaessern wuerde und das kann man aber sehr leicht mit solchen Attributen – man kommt damit auch niemals zu einem Ende was in die Schublade rein gehoert und was nicht… Es gelingt mir nicht immer; ich versuche es allerdings dieses Rechts/Links beiseite zu lassen…
Vielleicht ist die Grundsatzfrage eher wer fuer das Volk arbeitet und wer nicht und die, die das (nicht) tun nennen sich beide mal „Rechts“, mal „Links“, wie man es eben gebrauchen kann… Aber das ist schon zu abschweifend von obigem Thema, bei dem es ja erst einmal um eine Phrasen-Auffaelligkeit geht und ob diese moeglicherweise ihren Ursprung in der DDR hat, ob es da (unabhaengig von Rechts/Links) einen fortbestehenden Club geben koennte oder man sich nur eines bestimmten Stils bedient…
Solange kein gleichberechtigter Dialog und Meinungsstreit von gegensätzlichen, völlig legitimen Ansichten möglich ist, was aufgrund der gegenwärtigen kulturellen und politischen Hoheit der sich selbst als „links“ oder gar „antifaschistisch“ bejubelnden Mächte erschaffen wurde, solange dieses nun erwiesenermaßen durch und durch extremistische System bis zur existenziellen Vernichtung seiner tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen politischen Gegner nicht nur in der Lage ist, sondern dies auch inzwischen völlig ungeniert praktiziert, solange wird es, ob Sie wollen oder nicht, dieses gesellschaftszersetzende Links-Rechts-Koordinatensystem geben.
Sie haben deshalb völlig recht: Ihr intellektueller Links-Rechts-Verzicht verwässert, unnötig und auf unabsehbare Zeit, die an sich zwingend notwendige Neugestaltung einer positiv-produktiven gesellschaftlichen Balance.
Danke. Das ist gut zu wissen dass: ‚Unsere Demokratie‘ sozusagen von der DDR erschaffen wurde.
Die – und die geistigen Nachfolger – mögen ihre Demokratie gerne behalten.
Eine Recherche zu ‚Aktivist‘ deutet in eine ähnliche Richtung.
(Google Trends reicht nicht so weit in die Vergangenheit aber es war stärker in den mitteldeutschen Bundesländern verbreitet).
@Sebastian: sehr gut, dem haben Sie es gegeben. So richtig sachlich fundiert dagegen gehalten. Hoffentlich haben Sie keine Freunde, das wäre für alle besser.
So ein dümmlich konstruierter Stuss. Einfach mal zwischendurch an die frische Luft gehen. Dann findet man vielleicht auch Freunde jenseits des virtuellen Stammtisches. Oder überhaupt welche.
Getroffene Hunde kläffen gern.
„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob. Das Persönlichwerden besteht darin, daß man von dem Gegenstand des Streites (weil man da verlornes Spiel hat) abgeht auf den Streitenden und seine Person irgend wie angreift: man könnte es nennen argumentum ad personam, zum Unterschied vom argumentum ad hominem: dieses geht vom rein objektiven Gegenstand ab, um sich an das zu halten, was der Gegner darüber gesagt oder zugegeben hat. Beim Persönlichwerden aber verläßt man den Gegenstand ganz, und richtet seinen Angriff auf die Person des Gegners: man wird also kränkend, hämisch, beleidigend, grob.“
Arthur Schopenhauer
Quelle: https://www.projekt-gutenberg.org/schopenh/eristik/erist38.html
@Sebastian: Vielleicht sollten besser Sie selbst Ihren Hinweis verinnerlichen, oder warum spitzeln Sie hier früh am Morgen gezielt herum? Zum Artikel selbst würde ich „Volltreffer ins Schwarze“ sagen, das belegen solche verbalen Pollutionen wie die Ihre.
Allerdings ist es schon auffaellig, dass es seit einigen Jaehrchen und aus allen Rohren „unsere Demokratie“ heisst, wo doch „die Demokratie“ eigentlich reichen sollte und was meineneinen angeht fiel mir das in den Anfaengen auf, ohne dass jemand mich drauf aufmerksam machte. Haette einer mal von „unserer Demokratie“ gesprochen, haette man es kaum zur Kenntnis genommen, aber wie bei so vielen anderen Sachen, ist es als ob einer einen Schalter umlegt und ploetzlich verwenden alle aus den Einheitsmedien und der Einheitspartei nur noch diese Phrase.
Jedenfalls kann es nicht schaden sich auch nochmal daran zu erinnern (ich bin kein wirklicher Freund der Seite, aber da steht es nun mal):
https://www.achgut.com/artikel/baerbel_bohley_die_frau_die_es_voraussah/P10
Also so weit her geholt scheint mir das mit dem Honecker-Buch als moegliches „Vorbild“ nicht zu sein (wenn es dort sogar ein Kapitel „Unsere Demokratie“ gibt was so im Westen zu jener und auch vor noch nicht all zu langer Zeit definitiv praktisch nie genannt wurde), was ja nicht zwingend Honecker-Sympathie bedeuten muss. Gewisse Kreise haben keine Hemmungen sich aus jedem Werkzeugkasten zu bedienen, egal welche politische Ursprungsfarbe der hat oder mal hatte…
Genau so etwas muss linguistische Analyse leisten. Hier liegt wieder ein völliges Versagen bzw. eine ideologische Verblendung der Wissenschaft vor. Viele Wissenschaftler verwenden vielmehr selbst ständig „unsere Demokratie“, wie etwa Frauke Brosius-Gersdorf, für mich der Inbegriff einer Linken. Wir sagen etwa auch immer „Wir leben in einem Rechtsstaat“. Wir sagen hingegen fast nie „unser Rechtsstaat“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass „unsere Demokratie“ ein DDR-Mem ist, das gefährliches Denken verrät.
Man sollte besser nicht glauben, dass sich der Staatssicherheitsdienst der Deutschen Demokratischen Republik am 3. Oktober 1990 in Luft aufgelöst hatte, da gibt es noch immer eine geistig rege und bösartig-kreative Menschenmasse im besten produktiven Alter.
Es sind auch nicht nur die äußerst sorgfältig ausgebildeten, hauptamtlichen und inoffiziellen Strukturen jenes verflossenen sozialistischen Repressionsapparates für so manche merkwürdige Entwicklung des gegenwärtigen deutschsprachigen Raumes in Verantwortlichkeit zu sehen, sondern auch die in den Jahrzehnten seit 1968 an schon lange linkslastigen Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen beider deutscher Staaten, Österreichs und der Schweiz gewachsenen Strukturen, was in Deutschland zum Beispiel über die marxistisch geprägten Gender-Studies der Humboldt-Universität Berlin bis zu einem Richterposten am Bundesverfassungsgericht Deutschlands führte, obwohl die gesetzlich-fachlichen Voraussetzungen dafür sichtbar nicht gegeben waren. Ein weiterer Versuch aus dieser verbreiteten marxistischen Gemengelage über die Universität Potsdam ging zwar auch dank dieser Internetpräsenz schief, war aber über die LMU München im zweiten Anlauf ja nun erfolgreich.
Wieso beschraenkt man das auf Links-Gruen? CDU ist da nicht anders.
Schnelle Google-Suche und in diesem original Merz-Text kommt „unsere […] Demokratie“ drei mal vor.
https://www.friedrich-merz.de/merzmail/merzmail-185/
Das hat natürlich bestimmt nichts damit zu zun, dass die CDU 19 Jahre lang eine in der DDR sozialisierte Parteivorsitzende hatte … merkste selber, oder?
Und Merz, den ich ja verlinkt habe, ist Merkels DDR-ideologischer Nachfolger? Das faellt mir dann aber wirklich schwer zu erkennen…
Der Herr Merz passt sich verständlicherweise, ganz opportunistischer Politiker, dem geschmeidig an, was er nach 18 Jahren Merkel (Vorsitzende von April 2000 bis Dezember 2018) ideologisch in den oberen Rängen der CDU massenhaft vorgefunden hat: Zum Beispiel die Antifa-Genetikerin Karin Prien, Meldestellen-unterhalb-der-Strafbarkeitsgrenze Hendrik Wüst oder, ganz aktuell, den, hemmungslos offen, politische Zensur fordernden Daniel Günther. Von seinen 551 Fragen möchte der Herr Merz, für die CDU politisch suizidal, auch nichts mehr wissen.